I WANNA BE CLOSER TO THE STARS....

Spät aber doch

Oh Captain...carpe diem und "Der Club der toten Dichter" im Ohr -
verspätet aber nicht weniger von Leuchtturmspitzen aus:

Happy Birthday!
Ich hab Dir mit Absicht keine Flaschenpost geschickt...und hier schreibe ich erst jetzt, weil mein Internet nicht geht

Ich wünsche Dir offene Augen, diesen schönen warmen Frühlingsregen der hier herrscht und genug Gründe bezaubert zu lächeln. Und vieles andere - von erfolgreichen Spielen deines Fussballvereins bis hin zu spannenden Urlaubstagen.

Liebe Grüße aus der Stadt in der die Puppen tanzen und ich spätestens übermorgen nacht auch..

2.4.08 12:39, kommentieren

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Verschlossenes Bernsteinherz

Ich habe heute Tulpenzwiebeln auf ein Grab gepflanzt.
In Erinnerungen liegt Wärme verborgen. Auf meiner Schulter eine Möwe aus der Ferne, sie singt von Klippen, von denen ich einst mein Herz in die Tiefe stürzte. Lange lag es zu Füssen der Seesterne, nun liegt es, in Bernstein eingehüllt in einer kleinen Holzkiste, direkt neben dem Kakaopulver und meiner Kuscheldecke im Leuchtturm.


Ich habe es heute mit auf einen Spaziergang mit den Eisbären genommen, ihnen muss ich mein Leid nicht klagen, sie kennen kein Mitleid, kein Selbstmitleid. Sie lächelten in mein warmes Atmen hinein, mit jenen Augen, die 100 Schattierungen Weiß zu unterscheiden wissen.
Ich zeigte ihnen die Schwarzweißbilder, die ich in den letzten Wochen von den Löchern an meiner Herzstelle gemacht habe, und las ihnen die Gedichte vor, die von einer Liebe zeugten, an die ich gerne geglaubt hätte. Sie lächelten stumm weiter und brachten mir einen Fisch.

Ich höre mein Herz schlagen, durch die Helligkeit dieser Nacht, während ich beobachte wie die Sterne über dem Leuchtturm heraufziehen.
Ich sehe Schiffe an den Klippen zerschellen und male Parallelen in mein Bilderbuch.
Er ist wie Du, und Du wie er, er ist wie ich, und sie wie sie.

Manche Blicke treffen sich erst hinter dem Horizont, manche Wege laufen nur nebeneinander. Wenn man nichts sieht, muss man die Augen schliessen.

Ich spüre sie nicht mehr, die Tränen auf meinen Wangen. Sie sind festgefroren.

Vielleicht versteinern sie langsam.
Wie die Hoffnung.

Ich bin müde geworden, müde und gestern hätte ich noch geschrieben sehnsüchtig.

Nun liegt die Sehnsucht neben der Traurigkeit über Deine Lügen in meinem Herzen, während ich Schnee um mich häufe.

Wie einst. wie immer. wie gerne

13.3.08 18:17, kommentieren

Leucht.feuer

Ich bin aufgewacht als die Eisbären an die Tür klopften. Mitten in der Nacht bellte es heiser und ich beruhigte die Wuschelköpfe mit einem warmen Kakao und Musik.
Danach setzte ich mich halbwach neben die Glühbirne und betrachtete den Horizont. Ich sag Lichter aufflackern, wie Blitze einer Kamera, die Bilder von mir machte, an die ich mich nicht erinnern konnte.
Ich war schön in seinen Armen und in seinem Spiegel.
Vielleicht bin ich es noch in seinen Augen, ich weiß es nicht.
Ich betrachtete meine Bernsteingefühle und hob sie gegen das Licht, damit die Sonne sie baden konnte.
Es war eine ruhige Kälte, bis er kam, der Gedanke, der es schaffte mir das Rückrad zu brechen.
Es war nur ein kalter Erinnerungsfunke, aber er hatte es geschafft dem Begrabenwerden, dem Vergessen zu entgehen.
Seitdem tut jeder Atemzug weh und ich wanke zwischen der Hoffnung und Wortlosigkeit auf der Suche nach einer Medizin von Arzt zu Arzt.

Ich bin unheilbar.

Alles andere wäre eine Lüge. Ich bin die Tochter meiner Familie, ich kann nicht gesunden. Nicht durch Medizin, nicht nur Wahrheit.
Ich betrachte die Wirklichkeit wie sie im Laufe des Tages vorbeizieht, möchte den Leuchtturm öffnen oder ganz schliessen und warte auf Besucher, die nicht kommen.
Die einen scheinen nicht mehr zu wollen, und ihre Wärme versucht meiner Kälte das Genick zu brechen. Die anderen können nicht, sie sind auf fremden Kreuzzügen.

Ich suche den Atem, ich bin unheilbar, mir ist blau.
Ich warte und warte und schreibe Buchstaben auf Stoffe und verstreue die Bernsteine am Ufer.

Zwischen Schatten und Schatten schlafe ich ein, zwischen den Krähen, den Eiswolledecken und der Angst.
Es wird eine traumlose Nacht.

8 Kommentare 16.2.08 18:36, kommentieren

Such.anzeigen,tafel

Mir sind ein paar Dinge abhanden gekommen in letzter Zeit.

Ich sollte den Leuchtturm mal wieder aufräumen, langsam glaube ich, dass sich hier ein schwarzes Loch der Verwirrung eingenistet hat, in dem sich einige Dinge verstecken.

Ich suche die Mietzekatze, die vor Kurzem hier an der Reling hing, die abends gerne einen heißen Whiskey mit mir getrunken und durch die Nacht gemaunzt hat. Sie hatte puschelige Ohren, und jene Augen, die von der Sehnsucht nach Freiheit zeugen. Wohin ihre Spuren im Schnee sich auch verlaufen haben mögen, ich wünsche ihr eine gute Reise.

Ich suche den Steuermann, an des Horizonts Ferne, sein Schatten schweigt, obwohl ich die Wellen an den Klippen spüre, die sein Schiff aufwirft. Inmitten der Strudel ist eine Ruhe, die der eines Sturms gleicht. Ich schicke ihm einen Sonnenstrahl auf eine Waldlichtung, die nur wir beide kennen.

Ich suche die Schreiberin der Briefe, die anmutige Wortwandernde, die sich in Sibirien aufmachte eine Sagensammlung anzufertigen. Irgenwo muss sie eine längere Pause gemacht haben, niemand kann sie sehen. Ich habe Eisbären ausgesand sie zu finden, doch nichts. Ihre Spuren sind wie flüssiger Wind. Ich wünsche ihr die Ruhe im Schweigen, den Schatten der Worte, und eine Karte zurück.

Mir fehlt auch der Autoschlüssel zu dem kleinen Schneemobil, meine Lieblingsangelrute, das Buch mit den 317 Seiten glücklichmachender Worte. Mir fehlt die Umarmung vor dem Einschlafen und das Vertrauen auf Sibirien.

Dann lege ich meine Herz in das Feuer im Kamin, wärme mir den Minzkakao und denke an all die Dinge, die ich habe.


Vor der Glühlampe hängen meine Atemwolken, gefroren, klirrend, wie ein leises Wort voller Sehnsucht.
Ohne Addressat wird es dort weiter hängen.
Bis der Frühling beginnt.

1 Kommentar 9.1.08 17:44, kommentieren

Jahrbuch III

Erkenntnisse des Jahres:

 

< Verliebe Dich nie in das Potential eines Menschen, nur in den Menschen. Er wird es Dir zuliebe nicht ausschöpfen.>

 

< Glaube niemandem, der sagt er liebt Dich, bevor er Dich kennt.>

 

< Ich bin einer der wertvollsten Menschen, die man im Leben verlieren kann. Deshalb darf ich mich nicht selbst verlieren.>

 

< Sprache ist meine Waffe - und mein Schafott.>

 

< Das Lieblingswort gehört garnicht ihm, nichteinmal zu ihm, es gehört ganz zu mir!  >

 

< Ich muss loslassen.>

 

< Ich muss Sibirien nicht aufgeben um warm.herzig zu sein>

 

< Es liegt nicht an mir! Ich kann lieben. Im wahrsten Sinne des Wortes! Mit all der Freiheit, die Liebe bringt. Ich kann nichts für die Unfähigkeit der anderen.>

 

<Ich suche einen Mann, kein Kind.>

 

< Freiheit! Freiheit! Freiheit!>

 

< Ich will mein Leben! Vorher kann und werde ich mich auf niemanden wirklich einlassen (können). >

 

< Nicht planen, nur freuen.>

 

< Ich muss keine Rücksicht auf Gefühle der Menschen nehmen, die mir wehtun.>

 

< Ich muss nicht alles erklären können. Ich weiß dass und wenn ich Recht habe. Aber ich muss es niemandem sagen.>

 

< Tomaten - Kokos- Suppe.>

 

< Lebkuchen, Springerle und Marmeladenkekse backen ist garnicht so schwer.>

 

< Ich verdiene alles was man mir schenkt.>

 

< The divine spirits lives within me.>

 

< Bücher auf Englisch sind alle schöner... warum auch immer.>

 

< Musik ist wichtiger als ich zugebe> <Wortmenschen brauchen Texte>

 

<Ich will Dich nicht brauchen, ich will Dich wollen.>

 

< Meine Seele ist aus Wasser>

 

< Warum hälst Du mich für verletzlich, gerade wenn ich mich für stark halte? Was denkt die Welt?>

 

< gollum, gollum >

 

< Die Verfilmung von Der Goldene Kompass war ganz ok >

 

< Freundschaft ist die reinste Form der Liebe. Nicht jeder Nicht-Freund  ist ein Feind.>

 

< Die Provinz ist dann tödlich, wenn sie in Dir ist>

 

< Ich bin eine Kulturzicke. Ich kann eine Lady sein - sagt man. Will ich das? Gebt mir ne Jeans>

 

< Hip girls wear grey jeans>

 

< Auch ich verletze andere Menschen. Das gehört dazu. Das ist Leben. Ich trage Verantwortung für die Schmerzen, die ich bewußt hervorrufe(n muss). An allem anderen kann (und muss) ich nichts ändern! >

 

< Ich will ein WIR, dass das ich und Du stärkt>

 

<Eigentlich mag ich Ordnung ganz gerne. Nur nicht die meiner Mutter.>

 

< Ich will Glastüren für meine Billies, nen neuen Lattenrost, und mit dir auf dem Fellchen rumliegen und die Nacht durchreden.>

 

< Angst ist nur der Panzer den ich trage, um nicht handeln zu müssen >

 

< Wenn ich nicht kann, muss ich mir überlegen ob ich nur nicht will - oder wirklich nicht kann >

 

< Es ist Zeit den Schutzpanzer abzulegen, ich brauch ihn nicht mehr>

 

< Nimm mich wie ich bin, und unterstütz mich dabei zu werden, wie ich werden will.>

 

< Pfefferminzeis ist immer noch das Beste - wenns keine Zitrone gibt>

 

< Soviel Tequilla kann ich garnicht trinken, wie das Leben dies Jahr Zitronen geschickt hat>

 

< Pilgern. Vielleicht. Grenzerfahrung. Jederzeit. Leben. Am Anschlag>

 

< I need the dangerzones. >

 

< Ich muss aufhören normal sein zu wollen, dann bin ich es vielleicht wieder. Ich bin nicht angepasst, es passt nur einfach. E:addict  - himmelhochfallend und abgrundtiefschön>

 

< Ich tue es einfach: leben>

 

< Das geht auch im Kleinen, in der Provinz... Freiheit beginnt im Kopf - und endet im Herzen>

 

 

1 Kommentar 26.12.07 12:43, kommentieren