I WANNA BE CLOSER TO THE STARS....

Jahrbuch III

Fragen des Jahres:

 

~ Wieviel stärker muss ich noch werden? Ist die Zeit vorbei, in der ich einen Bereich brauchte in dem ich schwach sein konnte, um sonst stark zu sein?

 

~ Warum war ich eigentlich nie ein gothic girlie?

 

~ Warum bist Du nicht hier?

 

~ Is duty a reason for living a lie?

 

~ Was will ICH wirklich?

 

~ Wo sind all die Träume hin?

 

~Warum hast Du mich verraten?

 

~ Wie schön können Tränen eigentlich sein?

 

~ Kennst Du mich, nur weil ich Dich kenne?

 

~ Wer kennt mich besser als ich selbst?

 

~ Wo verdammt nochmal ist Gott, wenn man ihn braucht?

 

~ Warum haben wir eigentlich so wenig Sex?

 

~ Warum sind die Hasen die Hasen?

 

~ Wer will ich werden?

 

~ Wie schreibe ich die Wahrheit hinter die Worte?

 

~ Wo ist eigentlich..?

 

~ Fährt der Zug überhaupt?

 

~ Warum glauben alle ich wäre so billig zu haben?

 

~ Schwarz, oder braun, oder tut es grau auch?

 

~ Will ich eigentlich kreativ sein?

 

~ Warum bin ich nicht schön?

 

~ Wo ist die Energie von anfang des Jahres hin?

 

~ Vorsätzlich? Bewußt? Gezielt? Geplant? Verzweifelt? Verwirrt? Verloren? Gefallen? Gefunden? Gesucht? Geliebt? Geliebt!

 

~ Why?

1 Kommentar 26.12.07 12:20, kommentieren

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Jahrbücher II

Bilder

 

# Die erste "bewußte" Vollnarkose, die Schafe dabei im Hintergrund blökend, Dad nebenan. We're still alive.

 

#  Feststellen dass jedes Bett über 1m für mich alleine zu groß ist - Bücher mit ins Bett nehmen, damit nicht soviel Platz ist.

 

# Petit Noursnours in einem fremden Bett schlafen lassen, und wissen dass es richtig so ist. Puschel beim Wachsen am Telefon zuhören.

 

# Das Rauchen nicht aufhören und nicht anfangen. Je nach Bedarf. Nicht für und gegen Jemand. Die erste Nil des Jahres.

 

# Sex auf der Matraze im Nebenzimmer, mitten im Umzug.

 

# Sich köstlich über andere Frauen amüsieren. Und sich dabei nichteinmal gehässig fühlen.  Sie müssen nicht sein wie ich, sie sollten sein wie sie, dann hätten sie Chancen.

 

# 24 Moccha und das freundliche Lächeln bei McCafé. 54 seiten.lange Briefe schreiben und heutzutage einfach wortlos dasitzen. Milchkaffee ist ja auch lecker.

 

# Zigarettenstummel vor dem Fitnesstudio zählen, um zu wissen wie intensiv die Gespräche am Abend vorher waren.

 

# 2 x Sheridans für Anfänger/ Baileysmuffins backen.

 

# Hilfe, wer ist das neben mir im Bett? Aber schön dass Du dabist.

 

# Feststellen, dass das Lieblingswort nur mir gehört und eine helllilablaue Farbe hat...und wie Schokolade den Hals raufrinnt.

 

# 2 Photos von mir an den Spiegel hängen+ den Bitte Lächeln Spruch

 

# Auf den Beerdigungen des Jahres genau zwei Gefühle finden: Mitgefühl und Neid.

# Feststellen wie "schön" Plätzchen sein können.

# Circus all alone - M. - let's dance naked.

 

26.12.07 12:13, kommentieren

Jahrbücher

Ich hab sie ein wenig rausgekramt, die Jahrbücher, die Photoalben des letzten Jahres. Noch bevor sich der Staub der Erinnerung darauf niederlassen konnte, legte ich sie auf den großen schweren Tisch, direkt neben den Milchkaffee und die dunkle Honigkerze, die nach Herbstabenden und einer Schwermütigkeit riecht, die einem Blick nach hinten angemessen scheint. Warum ich es jetzt tue? Weil das Ende des Jahres naht, die Fragen sich häufen, und die Zeit nicht immer auf den 31. als Stichtag wartet. Genausowenig wie mein Herz.

 

Der Rauhreif überzieht langsam die Glühlampen und die Welt um mich scheint lichtüberflutet. Das Meer ruht, am Horizont sind keine Schiffe zu sehen und ich habe Zeit die Photos zurechtzuknicken, einzukleben und die Erinnerungen mit jener Liebe an mir vorbeiziehen zu lassen, die sie verdienen.

Ich habe das Licht gedimmt, die Klippen sind umschifft und meine eigene Seefahrt durch das Jahr kann beginnen, bevor ich die Erlebnissteine dann morgen in der Erinnerungshalle aufhänge und die Heldengräber schmücken gehe.

 

Bilder

 

# Whiskey, zuviel, zuschnell, Musik, eine Zigarette am offenen Fenster - bei mir, bei ihm. Immer wieder. Gespräche im Kreis. Gespräche ohne Hoffnung, doch voller Gefühl.

 

# Angst die eigene Wohnung zu betreten, Feindschaft, Vertrauensverlust. Sich die Haare aus dem Gesicht streifen. Wände malen - und wieder malen. Wieso waschen sie ihre Steckdosen nicht von innen?.

 

 # Nie wieder in diese Stadt zurückkehren wollen - und eine wunderschöne Rückkehr - Sehnsucht, Gefühle. Herzensmenschen. # Der Schwarzwald. Rückkehr - Anfang einer langen Reise im Frühling - und vorläufiges Ende einer langen Ära im November.

 

# Die Nähmaschine, das Streiken, die Wolle, die Plätzchen - häusliche Zufriedenheit.. Ich werde alt, und das gerne.

 

# Die Hand auf ein fremdes Herz gelegt. Verbrannt. Es wieder getan.

 

# 6jährige Mails gelöscht. Ohne Schmerz, ohne Verlust. Es war eine schöne Zeit.

 

# Endlich die Abschlussurkunde - und nichts gelernt in all der Zeit.

 

# Eine Nummer löschen, und eine andere wiederwählen. Ein leiser, stürmischer Beginn - Angst, Freiheit - ein Neubeginn.

 

# Briefe bekommen, gefühltes Papier, gelebte Distanz. Wärme, Feuer. Aus allen Ecken und Richtungen. Digitale Dissonanz.

 

 # Eat. pray. love - lesen, immer wieder.

# Der Mond über einem Feld. Klirrendkalte Nacht. Verstummende Tränen. Sprachlosigkeit.

 

# Eine schwarze Winterjacke kaufen, zur Belohnung.

 

 # Der Arbeitsamtsachbearbeiter, Fragen auf die es keine Antworten gibt.

 

# Mein kleines weißes Handy, meine Homezone...

 

# Sehen wie er sie küsst, ihn nicht küssen können - und es deshalb um so mehr wollen.

 

# Geburtstagskuchen backen.

 

# Schallplatte statt CD. This is my Quiet Place.

 

# Sibirien finden, verlassen, behalten.

 

# Der Blick in den blauen Spiegel.

 

# Das große Klerikalgebäude nach 7 Wodka Lemon.

 

.....

1 Kommentar 25.12.07 20:11, kommentieren

Schattenwerfer

Ich merke es. Wenn ich schreibe, wenn ich fühle, wenn ich denke.
Es ist als schreibt nur ein Teil von mir, ein anderer lauscht, ein dritter erinnert.

Als schreibe ich nicht nur Dir, sondern gleichzeitig all jenen, denen ich einmal ähnliche Gefühle entgegengebracht habe oder entgegenbringen werde.

Es ist als existiert alles gleichzeitig, als könnte es keine Grenzen geben zwischen dem was war, und dem was sein wird.


Und doch ist alles einzigartig.
In seiner Tiefe, in seiner Berührung, in seiner Macht.

Es ist als werfe ich einen Schatten auf alles Licht das mich umgibt, und kühle die Flammen, damit sie länger brennen können.

Ich tunke meine Feder in das Sonnenuntergangsgrau und umarme einen Eisbären.

Ich schicke Liebe über das Leuchtturmnetz und lade Euch auf einen Kakao ein, einen Kaffee, einen Tee.

Ihr seid willkommen.
Immer. Zu allen Zeiten. Bei jedem Wetter.
Jeder von Euch.

Ich habe Euch berührt, und solange ihr die Spuren in Eurem Leben seht, werde auch ihr mich berührt haben.

Auf die eine oder andere Art.

Und nun hänge ich Sterne an das Geländer...

19.12.07 12:10, kommentieren

Sternschnuppenfangen für Anfänger

Heute bin ich hinausgegangen, durch die Nacht.

Über ein Feld aus gelben Scherben. Sie waren scharfglänzend wie kleine Kristalle und haben mich an Worte erinnert, die ich kurz zuvor gehört hatte.

Wie in allen Dingen tanzen manche von uns auf dem Seil, andere auf dem Eis, und manche auf der Schneide eines Messers, an dem sie sich so oder so verletzen werden.
Jeder von ihnen musste seine Seite wählen, seinen Untergrund und sein Ziel.

Diese Worte haben mich durch die Nacht geführt. Über mir das Licht des Leuchtturms, ein Himmel, in dem ein paar Sterne nur für mich brannten. Eine Nacht, zum Leben schön.

Im Rücken der kalte Hauch Sibiriens und das Wissen, um eine Umarmung, die innig war, das Wissen um einen Fremden, der berührt worden war.

Gestern erst war ich in der Halle der verlorenen Helden. Lange schon war ich nicht dort, die Letzten hatten es nicht einmal verdient sich als Helden verstehen zu dürfen, sie hatten keine Spuren hinterlassen. Nun war ich hier Einen zu begraben. Einen Helden meines Herzens. Neben den Spuren eines Sterns und der Erinnerung eines Traums.

Ich hatte kein Lied es ihm zu singen, also schenkte ich ihm die Stille meines Sterns. Er würde sie spüren, in sich, wenn er sie brauchen konnte. Ich hatte ihm Mohnsamen geschenkt, damit er zur Ruhe kommen konnte, damit er im Blutrot versinken konnte wie in einem Traum.

Und unter dem weiten Himmel heute nacht, da habe ich es gehört, mein Lied. Es war wortlos, wie die Stille in Sibirien. Ich konnte es nicht erkennen, es spiegelte mich nicht wieder. Ich betrachtete die Seesterne, die am Ufer lagen und die Sterne über mir.

Ich rief nach einer Sternschnuppe, für mich, für die Menschen meiner Welt. Nach einer Sternschnuppe für die Wünsche, die man sich nicht erlauben wollte, eine Sternschnuppe, die einen erinnerte, dass man noch träumen darf, dann Wünsche noch wahrwerden.

"Für jedes Wunder braucht es eine Wunde?".

Ich warf meinen Schmerz in den Himmel, mit Todesverachtung und jenem Mut, der nur aus Lebensfreude entstehen konnte.

Ich warf ein Netz aus Freiheit aus, knüpfte es an meine Seele und das Licht meines Leuchtturms und wartete.

Wenn man dem Himmel lange genug seine Wünsche schenkt, belohnt er einen vielleicht mit einem Stern. Wenn man sich selbst vertraut, fällt er vielleicht sogar auf dankbares Eis im Inneren.

Ich saß ganz still. Es gab keine Zeit, es gab nur diesen Raum und eine Erinnerung zwischen mir und der Unendlichkeit.

Und dann fielen die Flammen aus dem Himmel. Ich betrachtete sie voller Staunen. Wunschlos. Zeitlos.

Ich hoffe ihr konntet sie sehen und Euch etwas wünschen.

Etwas dass Ihr wahrmachen könnt.

Etwas dass Euch wärmen wird.

Morgen gehe ich am Ufer entlang und klaube die verglühten Reste der Sterne auf. Sie fühlen sich an wie warmer Staub, wie kaltes Glas und legt man sie in Salzwasser kann man in ihnen seine Worte sammeln, seine Träume erkennen.

Mir ist es noch nicht geglückt. Sie zerbrechen leicht.

Wie das Eis im September.

Aber auch das macht nichts. Die Flammen hinter meinen Augen wärmen.

Mich.

Und jene, die meinem Blick standhalten können

 

1 Kommentar 18.12.07 12:32, kommentieren