I WANNA BE CLOSER TO THE STARS....

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21.07.06

Das Wochenende naht. Er wird dasein, ich bin mir ganz sicher. Nach all der Arbeit und dem unnützen Verständnis habe ich mir das auch verdient. Aber der Bierkasten ist nicht nur leer, er ist weg. Pfandgeld ist praktisch am Ende des Monats. Will ich ihn sehn? Oder wird das nur ein Desaster wie die letzten Wochenenden? Enttäusche Erwartungen sollten in diesem Alter nicht mehr so schlimm sein, ich bin keine 14 mehr, kein Mädchen.

Gleich kaufe ich wieder billige Zigaretten, damit sich Jule ein Ticket kaufen kann. Ins irgendwo, ins nirgendwo. Auf Nimmerwiedersehn und gegen die Zeit und den Raum. In der Hitze glühen die Schienen. Schon die ganze Zeit und meine Augen flimmern dabei. Ich will Urlaub.

Ich will dass sich die Sätze finden und ich sie dann verpacken kann, zwischen Aktendeckel und diesen Koffer schliessen. Der Weg war zu lang, der Sommer zu heiß und mein Herz nimmt langsam die Temperatur von gekühltem Bier an.

In Blau markiert erinnern die Notizzettel an Wellen, die ich dies Jahr nicht sehen werde, und an seine Augen.

Hinter den Platanen reisse ich mit heute sicherlich wieder einen Span in den Finger. So weiß ich warum es wehtut.

Was auch immer wehtut und umgeht in mir. Es liegt alles nur an dem Kasten Bier. Und der ist leer. Rausch und vorbei

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21.07.06

Die Bahn, auf den Gleisen sitzen nützt nichts, wenn alle Züge nur ins Nirgendwo fahren.

Doch jetzt sitzt sie endlich im Zug zu Ihm. Todmüde, entnervt und erst in 2 Stunden wird die Vorfreude wiederkommen. Das rate ich ihr und das wünsche ich ihm.

Es ist zu heiß, wir hängen die Füsse in den Brunnen vorm Bahnhof und waschen zum wiederholten Male den Strassenstaub ab, kleine schwarze Rinnsale. Von Wegen, die uns von hier nach dort und doch nirgendwo hin brachten. Schwarz wie unsre Lungen, nach zu tiefen Zügen polnischer Zigaretten. Erwähnte ich schon: es ist Ende des Monats, da müssen selbst die Exfreunde als Geldquellen herhalten, auch wenn der eine die Wettehre wieder einmal vergessen hat und der andere nicht sieht wo das Herz hingehört.

Der, der es haben sollte, ohne es zu wollen, vielleicht auch nur ohne es zu wissen ist fern, auf Kilometern zwischen dort und hier noch verschollen. Vielleicht sehen wir uns. Wie immer. Es ist Freitag .- bis dahin wohl Samstag morgen. Ohne die anderen, ohne Aufsichtsaugen und mit einem verlorenen Lächeln, dass die Mundwinkel nicht erreichen soll.

Ich bin kalt, kälter je heisser es wird und warte. Auf den unwiderbringlichen Morgen und die Arbeit.

Ich widme diesen Tag der Babyente...nimm Dich vor den Karpfen in acht kleines, sie haben einen Sonnenstich.

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22.07.06

ein Tag der Tage, den ich wie alle tief in mir trage, um mich der Wahnsinn wütend wie ein Gewitter in dem ich mich bade um zu erhitzen, zu verglühen, zu verfluchen....

Ich hatte es schon gesagt, zu früh gesehen, hör auf sie zu verteidigen, dein Schwert ist abgewetzt und müde und du weißt es wird an meinen Worten zerbrechen, wie Du an ihrer Belanglosigkeit.

Warum ich Dich gehen lasse? Weil dein Weg ein anderer ist, weil Du auf Stein wanderst, wo Du im Sand veränderliche Spuren hinterlassen könntest..Ich bitte dich, mach das kleine Mädchen glücklich, wenn Du die Frau nicht verstehen kannst, ich bitte Dich , versuch mich nicht zu halten, ich bin vogelfrei, ganz Frau, ganz Katze, ganz ich. Gefangen nur in meinem eigenen Netz, das gerne, mich immer wieder darin verirrend und befreiend.

Wortklauberein, Worträtsel und immer wieder ein tiefer Schlag.



Herbstzeitlose.



Mietzekatze



Gefährte - ich weiß Du bist dort draussen.

Wach auf und berühr die Zeit mit mir!

14.8.06 21:03, kommentieren

23.07.06

Der Regen fällt. Zwischen den schlagenden Tönen - Sommergefühle.

Ich erinnere mich an die Alten Trauerweiden, Kinderfenster in schwindelnden Höhen. Wolkenstreicheleinheiten.

Diese Welt ist Haut, verbissen in Absolutionsstreben, fliessende Psychaterträume den Berg hinauf.

Wer glaubst Du denn lebt Dein Leben? Gefühle nur namentlich greifbar- lass die Melancholie dem Herbst und jenen, die sie lieben, lass sie dem Winter, dem sie gehört, lass Dich von ihr umarmen. Spür ihre Ruhe, Wärme, Zurückgezogenheit.

Tief in der Nacht, warm in der Erde liegt die Einsamkeit, liegt Trauer, liegt der Samen frischen Blutes.

Erwarte nicht den Sommer. Was soll er bringen?

Unbeschwerte, ja unbeschwerende Leichtigkeit?

Erträgst Du nicht den ganzen Kreis? Folgst Du den Schundspuren auf ausgelauften Fäden bewegst Du Dich, wie eine Puppe, die selbst starke Hände nicht mehr tanzen lassen.

In kleinen Holzkisten trägst Du die Wahrheit zu Grabe, deine eigene. Treibst Dir das Leben aus, mit allen Mitteln, nicht nur homöopathisch, sondern kalt.

Und zwischen Spaß und Schmerzen nichteinmal ein Fall, nie ohne Sicherung und Doppelboden.

Lass die Melancholie dich doch sanftmütig halten in Dir selbst, umarm die grauen Wolken und sieh ein Deine Schuld ist groß!

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25.07.06

Die Hitze, wie Glut unter deiner Haut. Wir sprengen den Jahrtausendsommer, an einem Donnerstag im Juli, nach einen Mittwoch voller Erinnerung und Glück.

Das weiß ich heute schon. Sie sitzt mit ihm und dem Bier in der Küche und wartet. Auf den Wetteinsatz, ein paar Stunden am Lech. Bald schliessen sie die Tür, hinter sich. Endlich. Ruhe, Frieden, kein gekränktes Ich das wartet wahrgenommen zu werden.

Wie alt ist meine Seele heute? Hast Du vergessen was ich weiss?

Hast Du verloren was ich bin? Tief in Dir das Bild der Spiegel zerschlagen?

Ich wandle auf Glas in diesem Leben, um zu vergessen wer ich war, um zu sehen wer ich hätte werden können. Auf dem Weg im Dazwischen suche ich die Spuren deines Gestern und frage mich wie Du vergessen konntest.

Siehst Du sie nicht? Die Glut unter deiner Haut, die kocht.



Frank, bring Geld, es ist Monatsende, und meine Gedanken sind wirr. Wir kreisen immer wieder um die selbe Sache, und die Arbeit formt sich neu aus ungesagten Worten.

Schreib schneller eine Scheibe von Dir in weisses Papier.

Veredle es mit Mutlosigkeit, damit die Leser nicht ahnen, es ist von Dir.

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