I WANNA BE CLOSER TO THE STARS....

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Atmen.reloaded

Erinnert ihr Euch noch an die : Ich will einfach nur Atmen Phase - und an die Lyrik dahinter.
Ich habe sie wieder in Angriff genommen. Noch sind es nur Skizzen - mehr innerlich als äußerlich, aber ich tue es schon, eifrig.
Atmen.

Und deshalb gilt hier mein Dank heute jenen, die mir beim Luftholen geholfen haben. Danke. Ohne Euch wäre es länger dunkel gewesen. nicht nur in mir. auch um mich.

Besonderer Dank geht an Minusch:
Danke für Deine Wut. Danke für unsre Freundschaft. Danke für den hörschigen Zimt.

Danke auch an M:
Ich weiß, es ist nicht immer leicht für Dich mir ein Freund zu sein, in dieser Zeit, mit unsrer Geschichte. Mach Dir nicht so viele Sorgen - Du weißt - die Katze fällt auf die Füsse.

Danke an die beiden anderen Ms:
Ihr seid knuffig Jungs...you make my life bright.

Danke an D.
Du hast Dich als ein Freund erwiesen, als ich für alle anderen nur zu habendes Frischfleisch war. Danke für Dein Verständnis, Deine Klarheit, Deinen support.

Danke an I.
Ein anderer Traum, aber einer, der meine Wirklichkeit kitzelt.

Ein weiterer ganz besonderer Dank an die Autorin von "Eat, Pray, Love" - die mir den Weg zu mir zurückgezeigt hat.

Danke auch an J.
Für und wegen allem. Thnx for making me stronger.


Ohne dass ich eine Kämpferin werden muss, die ich doch schon bin.

Danke an mich, dass ich dem Fluss in mir folge, dem Verlangen lausche und Pläne mache, mich träumen lasse, und mir Ziele setze.
Hier und heute...

*a pretty piece of flesh*

the funk soul sister

8.12.07 10:58, kommentieren



Bilder einer Beerdigung

Streng Dich an, lass nicht locker, fang an das zu zeigen woran Dir letzten Endes am meisten liegt! Keiner verlangt, dass Du zaubern kannst - Nur dass Du es probierst...

 

Wir hätten es gerne probiert. Doch nun bleibt, das Wissen um verbrannte Erde und um unendlich viel verschwendete Zeit.

Ich treffe Menschen, die ich seit Jahren kennen sollte.

Ich spreche eine Sprache, die wir alle verstehen.

Ich lege die Erinnerungen, die wir nicht haben können in mein Herz neben die Hoffnung, dass es ab jetzt anders sein könnte. Dass man es anders machen kann.

M. Wir haben den Begriff der Liebe eingeführt - nur viel zu spät. Es war immer schon zu spät, vor Jahren schon.

 

Sie erschrecken mich, die Bilder in meinem Kopf, die Wahrheiten, die zeigen warum sie geworden sind, wie sie sind, warum sie kaputt sind, und es nur sein können, warum sie eine Mauer brauchen, die nach all der Zeit niemand mehr zerbrechen kann.

 

J. Vergiß nie welche Spuren Du hinterlässt, in Deinen Kindern, ohne es gewußt, ohne es gewollt zu haben.

 

Ich hab getrauert, um einen Menschen, den ich gerne gekannt hätte, den ich gerne berührt hätte. Ich habe um jene getrauert, die um ihn trauern können, und ich habe sie gehasst, die Menschen, die Steine zwischen uns gelegt haben, die niemand wollte ausser ihnen selbst.

Ich habe die beiden Männer an mein Herz gedrückt, denen ich nah genug war, und ihr Leid gefühlt, besser als sie selbst.

 

Ich habe ein Stück Vergangenheit mit begraben, und ein Stück Hoffnung. Ich habe einem Eichhörnchen zugelächelt, und der Hoffnung.

 

Die Stimme der Mutter im Ohr habe ich den Vater gestützt, der stark war wie er es immer sein musste, und den Onkel, dessen Lebensgerüst zerbrochen ist an den Lügen, an die er gelernt hatte zu glauben.

 

Wir haben uns an dem Vertrauen geschnitten, und unsre Liebe, von der wir nichts wussten als Pflaster benutzt.

In all dem ein Lächeln.

 

Ich hätte gerne gezaubert - für die Herzen, der Menschen, die an meinem lagen und liegen. heute. morgen. immer.

 

Ich werde den Kampf nicht aufgeben!

niemals!

14.12.07 18:27, kommentieren

Sternschnuppenfangen für Anfänger

Heute bin ich hinausgegangen, durch die Nacht.

Über ein Feld aus gelben Scherben. Sie waren scharfglänzend wie kleine Kristalle und haben mich an Worte erinnert, die ich kurz zuvor gehört hatte.

Wie in allen Dingen tanzen manche von uns auf dem Seil, andere auf dem Eis, und manche auf der Schneide eines Messers, an dem sie sich so oder so verletzen werden.
Jeder von ihnen musste seine Seite wählen, seinen Untergrund und sein Ziel.

Diese Worte haben mich durch die Nacht geführt. Über mir das Licht des Leuchtturms, ein Himmel, in dem ein paar Sterne nur für mich brannten. Eine Nacht, zum Leben schön.

Im Rücken der kalte Hauch Sibiriens und das Wissen, um eine Umarmung, die innig war, das Wissen um einen Fremden, der berührt worden war.

Gestern erst war ich in der Halle der verlorenen Helden. Lange schon war ich nicht dort, die Letzten hatten es nicht einmal verdient sich als Helden verstehen zu dürfen, sie hatten keine Spuren hinterlassen. Nun war ich hier Einen zu begraben. Einen Helden meines Herzens. Neben den Spuren eines Sterns und der Erinnerung eines Traums.

Ich hatte kein Lied es ihm zu singen, also schenkte ich ihm die Stille meines Sterns. Er würde sie spüren, in sich, wenn er sie brauchen konnte. Ich hatte ihm Mohnsamen geschenkt, damit er zur Ruhe kommen konnte, damit er im Blutrot versinken konnte wie in einem Traum.

Und unter dem weiten Himmel heute nacht, da habe ich es gehört, mein Lied. Es war wortlos, wie die Stille in Sibirien. Ich konnte es nicht erkennen, es spiegelte mich nicht wieder. Ich betrachtete die Seesterne, die am Ufer lagen und die Sterne über mir.

Ich rief nach einer Sternschnuppe, für mich, für die Menschen meiner Welt. Nach einer Sternschnuppe für die Wünsche, die man sich nicht erlauben wollte, eine Sternschnuppe, die einen erinnerte, dass man noch träumen darf, dann Wünsche noch wahrwerden.

"Für jedes Wunder braucht es eine Wunde?".

Ich warf meinen Schmerz in den Himmel, mit Todesverachtung und jenem Mut, der nur aus Lebensfreude entstehen konnte.

Ich warf ein Netz aus Freiheit aus, knüpfte es an meine Seele und das Licht meines Leuchtturms und wartete.

Wenn man dem Himmel lange genug seine Wünsche schenkt, belohnt er einen vielleicht mit einem Stern. Wenn man sich selbst vertraut, fällt er vielleicht sogar auf dankbares Eis im Inneren.

Ich saß ganz still. Es gab keine Zeit, es gab nur diesen Raum und eine Erinnerung zwischen mir und der Unendlichkeit.

Und dann fielen die Flammen aus dem Himmel. Ich betrachtete sie voller Staunen. Wunschlos. Zeitlos.

Ich hoffe ihr konntet sie sehen und Euch etwas wünschen.

Etwas dass Ihr wahrmachen könnt.

Etwas dass Euch wärmen wird.

Morgen gehe ich am Ufer entlang und klaube die verglühten Reste der Sterne auf. Sie fühlen sich an wie warmer Staub, wie kaltes Glas und legt man sie in Salzwasser kann man in ihnen seine Worte sammeln, seine Träume erkennen.

Mir ist es noch nicht geglückt. Sie zerbrechen leicht.

Wie das Eis im September.

Aber auch das macht nichts. Die Flammen hinter meinen Augen wärmen.

Mich.

Und jene, die meinem Blick standhalten können

 

1 Kommentar 18.12.07 12:32, kommentieren

Schattenwerfer

Ich merke es. Wenn ich schreibe, wenn ich fühle, wenn ich denke.
Es ist als schreibt nur ein Teil von mir, ein anderer lauscht, ein dritter erinnert.

Als schreibe ich nicht nur Dir, sondern gleichzeitig all jenen, denen ich einmal ähnliche Gefühle entgegengebracht habe oder entgegenbringen werde.

Es ist als existiert alles gleichzeitig, als könnte es keine Grenzen geben zwischen dem was war, und dem was sein wird.


Und doch ist alles einzigartig.
In seiner Tiefe, in seiner Berührung, in seiner Macht.

Es ist als werfe ich einen Schatten auf alles Licht das mich umgibt, und kühle die Flammen, damit sie länger brennen können.

Ich tunke meine Feder in das Sonnenuntergangsgrau und umarme einen Eisbären.

Ich schicke Liebe über das Leuchtturmnetz und lade Euch auf einen Kakao ein, einen Kaffee, einen Tee.

Ihr seid willkommen.
Immer. Zu allen Zeiten. Bei jedem Wetter.
Jeder von Euch.

Ich habe Euch berührt, und solange ihr die Spuren in Eurem Leben seht, werde auch ihr mich berührt haben.

Auf die eine oder andere Art.

Und nun hänge ich Sterne an das Geländer...

19.12.07 12:10, kommentieren

Jahrbücher

Ich hab sie ein wenig rausgekramt, die Jahrbücher, die Photoalben des letzten Jahres. Noch bevor sich der Staub der Erinnerung darauf niederlassen konnte, legte ich sie auf den großen schweren Tisch, direkt neben den Milchkaffee und die dunkle Honigkerze, die nach Herbstabenden und einer Schwermütigkeit riecht, die einem Blick nach hinten angemessen scheint. Warum ich es jetzt tue? Weil das Ende des Jahres naht, die Fragen sich häufen, und die Zeit nicht immer auf den 31. als Stichtag wartet. Genausowenig wie mein Herz.

 

Der Rauhreif überzieht langsam die Glühlampen und die Welt um mich scheint lichtüberflutet. Das Meer ruht, am Horizont sind keine Schiffe zu sehen und ich habe Zeit die Photos zurechtzuknicken, einzukleben und die Erinnerungen mit jener Liebe an mir vorbeiziehen zu lassen, die sie verdienen.

Ich habe das Licht gedimmt, die Klippen sind umschifft und meine eigene Seefahrt durch das Jahr kann beginnen, bevor ich die Erlebnissteine dann morgen in der Erinnerungshalle aufhänge und die Heldengräber schmücken gehe.

 

Bilder

 

# Whiskey, zuviel, zuschnell, Musik, eine Zigarette am offenen Fenster - bei mir, bei ihm. Immer wieder. Gespräche im Kreis. Gespräche ohne Hoffnung, doch voller Gefühl.

 

# Angst die eigene Wohnung zu betreten, Feindschaft, Vertrauensverlust. Sich die Haare aus dem Gesicht streifen. Wände malen - und wieder malen. Wieso waschen sie ihre Steckdosen nicht von innen?.

 

 # Nie wieder in diese Stadt zurückkehren wollen - und eine wunderschöne Rückkehr - Sehnsucht, Gefühle. Herzensmenschen. # Der Schwarzwald. Rückkehr - Anfang einer langen Reise im Frühling - und vorläufiges Ende einer langen Ära im November.

 

# Die Nähmaschine, das Streiken, die Wolle, die Plätzchen - häusliche Zufriedenheit.. Ich werde alt, und das gerne.

 

# Die Hand auf ein fremdes Herz gelegt. Verbrannt. Es wieder getan.

 

# 6jährige Mails gelöscht. Ohne Schmerz, ohne Verlust. Es war eine schöne Zeit.

 

# Endlich die Abschlussurkunde - und nichts gelernt in all der Zeit.

 

# Eine Nummer löschen, und eine andere wiederwählen. Ein leiser, stürmischer Beginn - Angst, Freiheit - ein Neubeginn.

 

# Briefe bekommen, gefühltes Papier, gelebte Distanz. Wärme, Feuer. Aus allen Ecken und Richtungen. Digitale Dissonanz.

 

 # Eat. pray. love - lesen, immer wieder.

# Der Mond über einem Feld. Klirrendkalte Nacht. Verstummende Tränen. Sprachlosigkeit.

 

# Eine schwarze Winterjacke kaufen, zur Belohnung.

 

 # Der Arbeitsamtsachbearbeiter, Fragen auf die es keine Antworten gibt.

 

# Mein kleines weißes Handy, meine Homezone...

 

# Sehen wie er sie küsst, ihn nicht küssen können - und es deshalb um so mehr wollen.

 

# Geburtstagskuchen backen.

 

# Schallplatte statt CD. This is my Quiet Place.

 

# Sibirien finden, verlassen, behalten.

 

# Der Blick in den blauen Spiegel.

 

# Das große Klerikalgebäude nach 7 Wodka Lemon.

 

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1 Kommentar 25.12.07 20:11, kommentieren