I WANNA BE CLOSER TO THE STARS....

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Leucht.feuer

Ich bin aufgewacht als die Eisbären an die Tür klopften. Mitten in der Nacht bellte es heiser und ich beruhigte die Wuschelköpfe mit einem warmen Kakao und Musik.
Danach setzte ich mich halbwach neben die Glühbirne und betrachtete den Horizont. Ich sag Lichter aufflackern, wie Blitze einer Kamera, die Bilder von mir machte, an die ich mich nicht erinnern konnte.
Ich war schön in seinen Armen und in seinem Spiegel.
Vielleicht bin ich es noch in seinen Augen, ich weiß es nicht.
Ich betrachtete meine Bernsteingefühle und hob sie gegen das Licht, damit die Sonne sie baden konnte.
Es war eine ruhige Kälte, bis er kam, der Gedanke, der es schaffte mir das Rückrad zu brechen.
Es war nur ein kalter Erinnerungsfunke, aber er hatte es geschafft dem Begrabenwerden, dem Vergessen zu entgehen.
Seitdem tut jeder Atemzug weh und ich wanke zwischen der Hoffnung und Wortlosigkeit auf der Suche nach einer Medizin von Arzt zu Arzt.

Ich bin unheilbar.

Alles andere wäre eine Lüge. Ich bin die Tochter meiner Familie, ich kann nicht gesunden. Nicht durch Medizin, nicht nur Wahrheit.
Ich betrachte die Wirklichkeit wie sie im Laufe des Tages vorbeizieht, möchte den Leuchtturm öffnen oder ganz schliessen und warte auf Besucher, die nicht kommen.
Die einen scheinen nicht mehr zu wollen, und ihre Wärme versucht meiner Kälte das Genick zu brechen. Die anderen können nicht, sie sind auf fremden Kreuzzügen.

Ich suche den Atem, ich bin unheilbar, mir ist blau.
Ich warte und warte und schreibe Buchstaben auf Stoffe und verstreue die Bernsteine am Ufer.

Zwischen Schatten und Schatten schlafe ich ein, zwischen den Krähen, den Eiswolledecken und der Angst.
Es wird eine traumlose Nacht.

8 Kommentare 16.2.08 18:36, kommentieren