I WANNA BE CLOSER TO THE STARS....

Traum.lose

Ich habe ihnen Namen gegeben, den Eisfischen. Zwei von ihnen sind besonders zutraulich. Man bindet sich an Wesen, denen man Namen gegeben hat.
~Sie gewinnen Bedeutung.~

Ich werde sie wohl pressen und in die Erinnerungsmauer einfrieren, sie werden lächeln und sich von Träneneis ernähren.

Sie sind leuchtend blau, wie Augen es sein können, die noch nie den Abgrund gesehen haben.


Ich werde diese Reise antreten, ich habe gepackt, ich warte nur noch auf den Marschbefehl.


Vorher kitte ich die Spuren im Eis, verbarikadiere mein Iglu und lasse den weißen Raben zurück über alles zu wachen.
Er wird jenen Ratschläge erteilen können, die mich aufsuchen wollten.
Ich bin ersteinmal nicht mehr hier.


Ich habe eine paar Fische auszusetzen, ein paar Antworten auszuliefern, ein paar rettende Worte in den Wind zu sprechen, so dass sie gefrieren und als Tropfen zu Boden fallen, die ich heilsam weitergeben kann.


Ich wollte ein Denkmal aus Stein hinterlassen, doch es ist zu kalt, die Steine sind immer wieder gesprungen. Nun bleiben nur Blut und Worte - die ständig im Auflösen begriffen sind.


Morgens sehe ich die Eiskristalle tanzen, an den Fenstern, vor den Augen. Sie singen ein Lied, dass ich immer besser verstehe.
Wenn ich ihnen noch länger zuhöre, werde ich einst mehr verstehen, als nur den Text, der von Feuer träumt und von Regen.wäldern. Wenn ich länger schweige, werde ich mehr zu sagen haben, oder nichts mehr.

21.10.07 08:35

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